Die Zähne tun weh aber Aufgeben ist keine Option

Weißt du was richtig scheiße ist? Wenn du dir für eine Sache den Arsch aufgerissen hast, und jemand anderes dir einfach alles kaputt macht. Stell dir vor, du baust eine Sandburg am Strand, mit deinen eigenen Händen. Dann gehen deine Schaufeln und Eimer kaputt, aber du baust trotzdem eine echt schöne Burg. Und dann komm der Sohn einer Familie, die gefühlte 50 Quadratmeter an Strandfläche mit Windschutz, Strandmuscheln, Sonnenschirmen, Decken und Handtüchern in allen Farben eingenommen hat, und macht sie dir einfach kaputt, als du gerade auf Toilette bist.

Bei Strandburgen ist der Verlust nicht so schmerzlich, da von vornerein bekannt war, dass sie nicht für die Ewigkeit gebaut wird. Anders sieht das mit aufwendigen Fotoshootings, Texten oder Möbelstücken aus. Oder mit Blogs. Wer mir auf Twitter folgt der weiß vermutlich bereits, was geschehen ist.

Ich wurde gehackt.

Sogar zweimal. Und das zweite Mal tut besonders weh, denn es traf auch meinen sorgfältig aufbereiteten, neuesten Artikel zu The Legend of Zelda. Der gesamte Text war weg. Ich weiß nicht, wann es passiert ist. Es war das erste Mal, dass ein Blogpost von mir mit einem bestimmten Ereignis verknüpft war. Hinweg ist der Effekt, wenn am wichtigsten Tag dort überhaupt kein Text steht.

In mir brodelt es, ich frage mich, warum ich das ganze überhaupt mache. Kaum einer liest meine Texte. Jetzt zerstören auch noch Hacker meine Seite. Ich mühe mich sowieso schon ab, dieses Projekt neben dem Studium, Nebenjob und Dasein als Partnerin, Tochter, Freundin, Kommilitonin und Depressive überhaupt zu stemmen. Und dann sowas. An meiner Schreibe merkst du, dass ich extrem angepisst bin. Und enttäuscht. Verzweifelt.

In solch einem Zustand trifft man keine Entscheidungen. Im Moment würde ich den gesamten Blog am liebsten löschen. Das Ziel in meinem Kopf, irgendwann mal kreativ und selbständig tätig zu sein an den Nagel hängen. „Ist doch sowieso viel zu hoch gegriffen, bist du doch überhaupt nicht in der Lage zu“, denk ich mir. Vor allem sind andere auch mit weniger glücklich, warum muss ich es direkt übertreiben?

Das Bloggen sollte mir Spaß machen, mich irgendwo nach vorne bringen. Näher an mein Glück. Doch im Moment ist es nur frustrierend. Gebe ich deswegen auf? Nein, denn ich gebe nicht auf. Aber ich würde gern einfach mal sehen, dass das, was ich tue, auch wirklich was bringt. Denn mir tun die Zähne weh, sooft, wie ich sie schon zusammengebissen habe.

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